La Castiglione is Alive!

 

La Castiglione visits Berlin! UA von Place Fantôme am 26. Mai 2018. (R: Ivan Stanev, La Castiglione: Jeanette Spassova)

Das Symposium La plus belle femme du siècle. Multispektrale Bildgebungen findet am 27. Mai 2018 statt.

Es erscheint ein Katalog!

Die Schädel toter Ahnen, die man einstmals in offenen oder versteckten, dunkeln oder hellen Kammern aufgestellt hat, damit sie den Mitgliedern der Gemeinschaft schweigsam Gesellschaft leisten konnten, wandelten sich zu Masken, polierten Grabsteinen, Fotoalben, Videobotschaften, die kurz vor dem Ableben aufgezeichnet werden, und Social-Media-Accounts, die ihrer Wiederauferstehung nach dem Ende des Internets harren. Die mannigfaltigen Seelen haben sich entfernt, sich aber nicht verschlucken lassen.” (aus: Entfernte Seelen by ALH, in: Place Fantôme, Berlin/Paris 2018)  

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A beam of light

 

 

“Looking at that blank paper continually dropping, dropping, dropping, my mind ran on in wonderings of those strange uses to which those thousand sheets eventually would be put. All sorts of writings would be writ on those now vacant things – sermons, lawyers’ briefs, physicians’ prescriptions, love-letters, marriage certificates, bills of divorce, registers of births, death-warrants, and so on, without end. Then, recurring back to them as they here lay all blank, I could not but bethink me of that celebrated comparison of John Locke, who, in demonstration of his theory that man had no innate ideas, compared the human mind at birth to a sheet of blank paper; something destined to be scribbled on, but what sort of characters no soul might tell.” (H.M., The Paradise of Bachelors and the Tartarus of Maids, 1855)

The author at the graveside of the “big white male” and his next of kin. Woodlawn Cemetery in Bronx. (Pic by Marius Mittag)

 

 

 

 

Vignette, remote … at the lagoon

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“Und aus der Einsamkeit, die zweifellos kosmisch ist, löst sich entwegter Hauskristall …”

Out now! In occasion of the exhibition PS4 in Marano Lagunare (Italy) Andreas L. Hofbauer published for Niko Sturms catalogue his “Vignette, entfernt”.

Richard Klammer, Oliver Marceta, Patrick Pilsl, Peter Pilz, Max Sammer and Niko Sturm were the participating artists.

All book design by Toledo i Dertschei (Vienna).

Architecture: Mauro Rosetto.

Publisher: drava (Klagenfurt/Celovec)

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Artillery

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With the speedboat up the river Nāf, your tight fitting gloves of hushed velvet in mine, on an icy sidewalk in Vancouver, lounging all day long in a den of vice in the Red City – with a hint of mint in the air.

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Flacons in the size of 0.20 ml / 0.68 fl oz come as quick refill cartridges: Perfect artillery for dangerous nights out and playful extravaganzas in broad daylight.

{Pics by Katharina Copony}

Sound of Hunger

Den Klang des Hungers erzeugen: Joaquín Orellana im Gespräch mit Stefan Benchoam, Julio Santos und Alejandro Torún, Einführung von Monika Szewczyk. Translated by ALH for documenta 14. Orellana on útiles sonoros, the Sinfonía desde el Tercer Mundo, its world premiere in Athens 2017 and and aspects of his live and work. Translated by ALH. Read the German version here

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[Das Bild zeigt Joaquín Orellanas Ton-Gerätschaften in seinem Studio in Guatemala-Stadt, 2016]

Ammo [en allemand & à l’anglaise]

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ALH on J.F.C. Fuller, Hedy Lamarr, Christian Andreas Cothenius, Crystal Meth, candy bars, Deutsche Stecher, Ghost Tape 10 and other topics of armed conflict resolution and advanced weaponry. Exhibition catalog Under Arms. Fire & Forget 2 // MAK Frankfurt am Main [curated and published by Ellen Blumenstein, Daniel Tyradellis and Matthias Wagner K].

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Or here!

English and German edition in one book! Publishing house: Distanz Verlag [Berlin // Germany]

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hermal (Nullnummer)

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Im beklagenswerten Zustand, in welchem sich Teile der gegenwärtigen Forschungslandschaft heute befinden, liegt es dann auch nahe, dass populärkulturelle Elemente hier einfließen können. In einem erst kürzlich eingereichten Vorschlag für ein Symposium wurde ganz ernstlich nahegelegt, dass zwei Akkordfolgen [Eᵇ F# Eᵇ F# Dᵇm H F# und Am D Am D Cm G], die dem Soundtrack zu einem sechsminütigen Experimentalfilm aus dem Jahr 1949 eines obskuren kalifornischen Filmemachers entstammen, sich als quasi-phytagoräische Tonalsegmente dafür anbieten würden, mathematisch basierte Universalverhältnisse zu prüfen – und all das versehen mit dem Hinweis, dass jene Akkordfolgen der Begleitmusik hurritischer Zeremonialgesänge exakt glichen! Nun lässt sich aber (wie nicht anders zu erwarten) weder der Komponist, ein gewisser Jonathan Halper, dieser Filmmusik nachweisen, noch hat jemals jemand irgendwelche Belege für hurritische Zeremonialgesänge oder deren Begleitung zu Gesicht bekommen. Ausgegebene Kurzlosungen wie „Leben – Tod – Leben“ oder „Leben, zweisilbiger Tod“ die in Form von Sgraffitos auf dünnen Goldplättchen bereits in Tumuli des 12. Jahrhunderts v. u. Z. gefunden wurden, sollen Zusammenhänge zwischen diesen wild imaginierenden Entwürfen und ältester dionysischer Orphik stiften. Der wissenschaftlich sich gebende Anstrich solcher „Denkrichtungen“, mögen sie sich etwa Hermetic Experimental Research oder Lithografischer Realismus nennen, erweist sich als bloßer Schaum und Rauch. Ob es sich hierbei um die bewusste Agitation einzelner oder um den Ausdruck des fahrlässigen Umgangs mit ungesichertem Quellenmaterial handelt, müssen andere Einrichtungen klären. [excerpt]

{ALH for Diaphanes Magazine #0}

Miners

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Plinius der Ältere hat das Buch XXXVI seiner Naturkunden den Steinen gewidmet. Er berichtet dort vom Tempel der Fortuna in Antium, dessen Neubau Nero errichten ließ. Erbaut zur Gänze aus phengites, dem Leuchtstein (Glimmer). Ein hochgradig transluzides Kristall-Mineral das sich in hauchdünne Scheiben schneiden lässt. Dass diese trotzdem über die Härte des Marmors verfügen, hat Guido Panciroli im 16. Jahrhundert dazu erfunden. Schloss man alle Türen dieses Tempels, dann blieb es auch bei Tage helle in seinem Inneren. Vom angeblichen Tempel sind nicht einmal Fundamente zu finden. Heute aber kann jeder von uns Tag und Nacht in ihm sein Glück finden, weil er beinahe überall ist. Sarkophag und Bunker im Weltmaßstab. Wird man einen dunkleren Spiegelstein (Lapis specularis) finden, durch den hindurch wir abermals zu sehen vermöchten, was das Bild einer zweitausendfünfhundert Jahre alten Vase zeigt, die sich heute in Toledo, Ohio, befindet? Hades, wie er am Eingang in die Unterwelt freundschaftlich parliert mit dem seit der Bronzezeit mit Zeus eng verbundenen ältesten Gott der „Griechen“: Dionysos. Der hat sogar einen kleinen Pan-Knaben mitgebracht, der mit Zerberus spielt und Unfug treibt. [excerpt // speech by ALH]

Lecture and talk in Vienna (September 20th, 2016). Preview “Bleibende Steinzeit” (TUMULT. Schriften zur Verkehrswissenschaft). Together with Walter Seitter and René Luckhardt. Supported by Sonderzahl Verlag and Galerie Bernd Kugler.