if you die in your dreams, your life will be free of worries

Mag auch der Titel [if you die in your dreams your life will be free of worries, 2005, photographies of a model for an installative work] sich auf traditionelle Glaubensinhalte sibirischer Nomaden beziehen: In unseren und für unsere Traumbilder sind wir längst schon gestorben; oder besser: Die Bilder betrachten uns von nun an als ihre Hinterbliebenen. Im so genannten Leben hat sich die Sorge verflüchtigt. Doch in freier Anspielung an eine Sorge, die einmal die eines Hausvaters gewesen sein mag, dessen Erbe wir allemal mit uns weiterschleppen, insistiert unausgesprochen die Gewissheit, dass alles was stirbt zuvor eine Art Ziel verfolgte, also eine Art Tätigkeit gehabt hat, an der es sich im Lauf der Zeit zerrieb. — Somit ist dann auch die Vorstellung an ein solches Überleben (sur-vivre ) der Bilder eine fast schmerzliche.

Andreas L. Hofbauer for Andreas Templin (2005-2007)

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